US Army Europe-Africa headquartered in Germany

The US Army Europe headquarters building at Wiesbaden, Germany - Foto: U.S. Army photo by Paul Hughes

The US Army Europe headquarter building at Wiesbaden, Germany – Foto: U.S. Army photo by Paul Hughes

Some further information on the upcoming US Army EuropeAfrica Command: Its headquarter will be in Germany an Army spokesperson stated to the author. A detail which was so far a bit uncertain from the previous reporting – e. g. Defense News. That means quite likely Wiesbaden where US Army Europe Command is already established. An obvious choice as its commanding general Christopher Cavoli recently received its fourth star an was announced as the leader of the new combined command. But in the context of the US troop withdrawl from Germany – labeled by US president Donald Trump as „punishment“ of a recusant ally – such details are of interest. The aims of the army with that merger: „This consolidation improves the Army’s ability to meet African and European strategic and operational objectives outlined in the National Defense Strategy while improving global response and optimizing the command, control and rapid transition to large-scale ground combat operations of land forces if needed.“  Especially the finally mentioned operative interest shows the focus on maneuver warfare aka the European scenario. 

US-Army Studie empfiehlt keine Truppenreduzierung in Deutschland

US-Soldaten bei der Übung „Saber Junction“ im August 2020 bei Grafenwöhr und Hohenfels, Deutschland – Foto: US Army Europe

Die vom US-Verteidigungsministerium konzipierte Truppenreduzierung aus Deutschland soll dem Ziel dienen, die strategische Streitkräftedislozierung der Amerikaner in Europa zu verbessern. Der kommunizierte Anspruch: mehr globale Flexibilität in der militärischen Machtprojektion und eine Stärkung der Eingriffsmöglichkeiten in der Schwarzmeerregion.

Doch eine jüngste Studie des U. S Army War College zu genau dieser Thematik – erschienen im Juni dieses Jahres – empfiehlt keinerlei Truppenreduzierung in Deutschland. Bemerkenswert ist, dass Verteidigungsminister Mark Esper diese Analyse 2018 selbst beauftragt hatte; als er noch Heeresstaatssekretär war. Sein Auftrag damals: Zur neuen Sicherheitsstrategie der Trump-Administration sollte ein Expertenteam des War College Empfehlungen zur optimalen Streitkräftepräsenz in Europa mit Ausblick auf 2028 ausarbeiten – mit Fokus auf die Landstreitkräfte.

Dazu haben die Autoren der Studie „Striking the Balance – US Army Force Posture in Europe 2028“ um den Oberst im Heeresamt J. P. Clark eine dichte Analyse erstellt, die fünf militärische Ambitionszenarien der Vereinigten Staaten für Europa gestaltet. Alle im Kontext einer Globalstrategie, die unter anderem auch US-Machtprojektion im Pazifik berücksichtigt. 

Selbst das Szenario „Privileged Global Competition“, das die kommunizierte Pentagon-Ambition höherer Flexibilität und Fokussierng auf die Schwarzmeerregion beinhaltet, betrachtet den Erhalt der Truppenpräsenz in Deutschland als essenziell. Statt Reduzierungen wären laut Studie Aufstockungen in Deutschland sinnvoll, beispielsweise um gepanzerte-mechanisierte Kräfte. 

Übersicht zu den Optionen zur US-Truppendislozierung in Europa/Deutschland laut Studie (Studie Seite 89):

Berlin erhält Landeskommando

Die Indienststellung des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr und Außerdienststellung Standortkommandos Berlin, in der Julius-Leber-Kaserne 2013

Die Indienststellung des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr und Außerdienststellung Standortkommandos Berlin, in der Julius-Leber-Kaserne 2013 – Foto: ©Bundeswehr/Sebastian Wilke

Die Bundeswehr baut für Berlin ein eigenes Landeskommando (LK) auf. Dessen Aufstellungsappell ist für den 15. Oktober 2020 vorgesehen. Bisher erledigt eine Abteilung Standortaufgaben im Kommando Territoriale Aufgaben (TA), was für die Hauptstadt an Kooperationsarbeit der Streitkräfte mit zivilen Stellen anfällt. Laut einem Sprecher der Bundeswehr wird der Großteil der Dienstposten für das kommende Landeskommando aus den Stabsstrukturen des Kommandos TA herausgelöst. Das LK der Hauptstadt wird mit Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern zu den größten der territorialen Struktur gehören und von einem Brigade-General geführt. Der LK-Stab findet seinen Platz in der Julius-Leber-Kaserne im Berliner Ortsteil Wedding. Berlin hatte zuletzt bis 2013 mit dem Standortkommando ein eigenes Kommando für landesspezifische Militäraufgaben.