Was bedeutet die neue US-Verteidigungsstrategie für Europa?

Der Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), US-General Alexus G. Grynkewich, beim jüngsten Treffen des NATO-Militärausschuss in Brüssel Ende Januar. Foto: NATO

Laut ihrer neuen Verteidigungsstrategie gibt es für die USA nur noch zwei zentrale Sicherheitsinteressen. Erstens: Die Sicherheit des „Homeland“ durch eine US-Hegemonie in der westliche Hemisphäre. Zweitens: Die Verhinderung einer Hegemonie Chinas im Indopazifik, da Asien der bedeutendste Wirtschaftsraum der Welt wird. Alle anderen Weltregionen, einschließlich Europas, sind von drittrangiger Bedeutung. Dabei lässt die Verteidigungsstrategie anklingen, dass die Gewichtung Europas für die USA weiter schwinden wird. Dort heißt es: „Europe remains important, it has a smaller and decreasing share of global economic power.” Weiterlesen

Landkrieg 2040: Der französische Ausblick

Frankreichs Heer hat ein Thesenpapier „Action Aéroterrestre Future AAF“ („Zukünftige Luft- und Landoperationen“) herausgebracht. Es erfasst vor allem die Lehren aus der Kriegsführung in der Ukraine, aus Sicht der französischen Militärplaner. Erarbeitet hat es das Commandement du Combat Futur, ein 2023 geschaffenes Doktrinzentrum, das für die die Landstreitkräfte die Kampfweise der Zukunft entwickeln soll. Das AAF beschreibt wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Kriegsführung im Jahr 2040. Weiterlesen

In den USA und Deutschland stehen Rüstungsreformen an

US-Rüstungsstrategie

Deckblatt der Reformstrategie zur US-Rüstung, die das Pentagon am 10. November 2025 erließ.


In den Vereinigten Staaten und Deutschland sollen durchgreifende Reformen der Rüstung kommen. Das Pentagon erließ soeben eine neue Rüstungsstrategie namens „Acquisition Transformation Strategy“. Auf der jüngsten Bundeswehrtagung kündigte Verteidigungsminister Boris Pistorius Rüstungsreformen an – Beschaffungsplanung und Beschaffungsamt sollen erneuert werden. Für die Behörde soll bis Ostern nächsten Jahres ein Plan vorliegen. Ob das auch für den Planungsprozess gilt, ist noch unklar. „Die konkrete inhaltliche und zeitliche Ausgestaltung sind Gegenstand der laufenden Planungen und Abstimmungen“, so eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums gegenüber dem Autor. Das jetzige Planungsverfahren „Projektbezogene Bedarfsdeckung und Nutzung“ (PBN) wurde erst 2024 eingeführt (Den vorherigen Prozess Customer Product Management CPM gab es seit 2001). Weiterlesen