Corona-Pandemie: Bundeswehr wird Schutzausrüstung aus China einfliegen

Ein GTK Boxer der Bundeswehr wird zum Transport nach Afghanistan in eine An-124 verladen – Foto: Bundeswehr / Mandt – CC-Lizenz Wikipedia

Die Bundeswehr bereitet ihren strategischen Lufttransport darauf vor, Schutzausrüstung aus China einzufliegen. Das kündigte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) an. Dabei handelt es sich um fünf AN-124 Maschinen, die extreme Weiten von 4800 Kilometern zurücklegen können. Zudem haben sie ein riesiges Frachtvolumen von je 1000 Kubikmetern. Betrieben wird diese Transport-Flotte vom ukrainischen Unternehmen Antonow für die Bundeswehr und acht weitere NATO-Armeen über einen Dienstleistungsvertrag – der Strategic Airlift International Solution – kurz SALIS. Weiterlesen

Corona-Pandemie: Ausblick auf den Verteidigungshaushalt

Folie der Bundeswehr zum angestrebten Fähigkeitsprofil 2032

Das für die Bundeswehr anvisierte Fähigkeitsprofil einer Rahmenarmee bis 2032 – Grafik: Bundesverteidigungsministerium / Medienfreigabe

Im März hatte die Bundesregierung die Eckwerte ihres 54. Finanzplans bis 2024 vorgestellt.  Von Professor Jürgen Schnell – Generalleutnant a. D. und Leiter des Fachbereichs Militärokonomie der Bundeswehr-Uni München – gibt dazu einen ersten Ausblick in Modellrechnungen zu möglichen Entwicklungen des Verteidigungshaushalts samt Corona-Szenario. 

Unter der Annahme eines kontinuierlichen Aufwuchses des Wehretats von zurzeit 1,4 Prozent des BIP auf 2 Prozent 2030 errechnet Schnell einen Finanzbedarf von 210 Milliarden Euro für die Phase des neuen Finanzplans von 2021 bis 2024. Das Finanzvolumen laut Plan-Aufwuchs beträgt jedoch nur 182 Milliarden Euro. Somit ergibt sich mittelfristig eine Deckungslücke von 28 Milliarden Euro. Weiterlesen

Corona-Pandemie & Bundeswehr: Kein strategischer Lufttransport für Hilfseinsatz

Slovakische Soldaten entladen eine Antonow AN-124 mit medizinischem Material zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf dem Flughafen Bratislava – Foto: NATO / Medienfreigabe

Tschechien und die Slowakei nutzen den strategischen Lufttransport ihrer Streitkräfte über die NATO für Hilfseinsätze bei der Corona-Pandemie; nicht so die Bundeswehr. „Die zur Verfügung stehenden sonstigen gewerblichen Kapazitäten sind bislang ausreichend“, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage. Das heißt, der, die Hilfsluftfracht koordinierende Krisenstab des Auswärtigen Amts, beauftragt für das Heranschaffen von Schutzmasken und anderer Pandemie-Güter Unternehmen wie Lufthansa und DB Schenker. Deren Cargo-Kapazitäten sind wegen des globalen Stillstands der Wirtschaft kaum ausgelastet. Weiterlesen