Erstmals übt die Bundeswehr mit der Polizei den Anti-Terror-Kampf im Innland. Die großangelegte „Gemeinsame Terrorismus-Abwehr-Exercise“, kurz „GETEX“, hätte sich die Politik sparen können. Ein Blick auf die Möglichkeiten der Truppe zeigt: Die Bundeswehr kann keine effektive Hilfe im Anti-Terror-Kampf sein.
Vom 7. bis 9. März wird ein extremes und wenig realistisches „Terror-Armageddon“ für die Bundesrepublik simuliert, folgt man dem Bundeswehrverband; der angibt das Szenario zu kennen, das offiziell geheim ist. So kommt es bei GETEX fast zeitgleich zu fünf massiven Terrorattacken von Bremen bis München mit Bombenattentaten, Geiselnahmen und zahlreichen Toten. Die Polizei ist mit ihren Kräften so überlastet, dass die Bundeswehr um Hilfe gebeten wird. Bemerkenswert: Die Anti-Terror-Übung wurde als Reaktion auf einen Anschlag beschlossen, der kein terroristischer war – den Amoklauf von München im Juli 2016. Aber die Politik, allen voran Bundesinnenminister Thomas de Maizière, wollten mit der Übung Handlungsstärke bei der Inneren Sicherheit demonstrieren. GETEX ist eine reine Stabsübung. Das heißt, Einheiten treten nicht in Aktion. Führungskräfte von Polizei und Bundeswehr werden in Einsatzräumen und an vernetzten Computern Fallszenarien durchspielen. Weiterlesen





