Eine Luftnummer – die Bundeswehr als Anti-Terror-Helfer im Innern

Erstmals übt die Bundeswehr mit der Polizei den Anti-Terror-Kampf im Innland. Die großangelegte „Gemeinsame Terrorismus-Abwehr-Exercise“, kurz „GETEX“, hätte sich die Politik sparen können. Ein Blick auf die Möglichkeiten der Truppe zeigt: Die Bundeswehr kann keine effektive Hilfe im Anti-Terror-Kampf sein.

Minolta DSC

Feldjäger der Bundeswehr üben eine Zugriffsoperation – Foto: E. Heidtmann / Wikipedia

Vom 7. bis 9. März wird ein extremes und wenig realistisches „Terror-Armageddon“ für die Bundesrepublik simuliert, folgt man dem Bundeswehrverband; der angibt das Szenario zu kennen, das offiziell geheim ist. So kommt es bei GETEX fast zeitgleich zu fünf massiven Terrorattacken von Bremen bis München mit Bombenattentaten, Geiselnahmen und zahlreichen Toten. Die Polizei ist mit ihren Kräften so überlastet, dass die Bundeswehr um Hilfe gebeten wird. Bemerkenswert: Die Anti-Terror-Übung wurde als Reaktion auf einen Anschlag beschlossen, der kein terroristischer war – den Amoklauf von München im Juli 2016. Aber die Politik, allen voran Bundesinnenminister Thomas de Maizière, wollten mit der Übung Handlungsstärke bei der Inneren Sicherheit demonstrieren. GETEX ist eine reine Stabsübung. Das heißt, Einheiten treten nicht in Aktion. Führungskräfte von Polizei und Bundeswehr werden in Einsatzräumen und an vernetzten Computern Fallszenarien durchspielen. Weiterlesen

Current status – types of drones and their numbers of the German Armed Forces

The overview about the different drones and their quantity on the German Armed Forces – Bundeswehr – official website dated from 2013 so I asked the MoD for an update. Here it is:

  10 PD-100 Black Hornet PRS (Black Hornet „Nano“ in English / newest aquisition)
    6 DJI Phantom IV (new aquisition)
145 MIKADO (Air Robot 100-B in English) 
290 ALADIN
  85 LUNA
  44 KZO
    6 HERON 1

IMG_2725

Still not in stock – the upcoming combat drone of the German Armed Forces: Heron TP presented at the ILA 2016 in Berlin – Foto: Björn Müller / all rights reserved

Karel Doorman sticht wieder in See

Das Joint-Support-Schiff Karel Doorman, Basis der niederländisch-deutschen Marinekooperation für amphibische Operationen, soll am 20. April wieder in See stechen. Das meldet der gewöhnlich bestens informierte Marine-Blog „Marineschepen“ (Meldung hier / auf Niederländisch). (Update: Die Niederländische Marine hat den Termin auf Nachfrage verifiziert). Geplant ist eine zweitägige Erprobungsfahrt mit den beiden neuen Elekromotoren. Der letzte wurde vor Kurzem zum Einbau angeliefert (siehe Tweet). 

Im April 2016 gab es einen Defekt an einer der beiden Schiffsmaschinen. In der Folge stellte die Niederländische Marine einen Konstruktionsfehler fest. Somit mussten sogar beide Antriebe ausgewechselt werden. Dazu wurde eine aufwendige Öffnung des Decks der Karel Doorman nötig. Erst zwei Monate zuvor hatten Deutschland und die Niederlande einen „Letter of Intent“ für eine Zusammenarbeit beider Marinen unterzeichnet. Über eine Mitnutzung der Karel Doorman durch das Seebataillon will die Deutsche Marine amphibische Fähigkeiten aufbauen. Bis dato fehlt der Bundeswehr die Option, militärische See/Land-Operationen durchzuführen. Die Niederländer wiederum zielen darauf ab, beim Unterhalt ihrer Flotte Kosten zu sparen. Ursprünglich war das Ziel, in zwei Jahren die Kooperation soweit zu entwickeln, dass die deutschen und niederländischen Streitkräfte ab 2018 gemeinsam See/Land-Operationen durchführen können. 

Hintergrund zur deutsch-niederländischen Marinekooperation in diesen Beiträgen auf pivotarea:

Marine-Kooperation mit Niederländern: Deutsche Marine hat schon weiteres Schiff im Blick

Seebataillon wird vollständig in die Niederländische Marine integriert – heißt es zumindest