Gepard für Ukraine: Warum die Schweiz keine Munition freigibt

Der Flugabwehrpanzer "Gepard" der Bundeswehr bei einer Präsentation in Eschweiler 1986 - Foto: Wikimedia

Flugabwehrpanzer „Gepard“ der Bundeswehr bei einer Präsentation in Eschweiler 1986 – Foto: Wikimedia

Die Bundesregierung hat angekündigt, die Ukraine mit Flugabwehrpanzern vom Typ „Gepard“ auszustatten. Ein wesentlicher Produzent der entsprechenden 35 Millimeter Munition ist der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall mit seiner Tochter RWM Schweiz AG mit Standorten in Zürich, Altdorf und Studen. Die Schweiz verweigert Deutschland jedoch die Weitergabe von Gepard-Munition an die Ukraine. In der Folge die Begründung eines Sprechers des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO auf Anfrage des Autors: Weiterlesen

Russia’s Ukraine invasion endangers NATO’s strategic airlift SALIS

AN-124 from the Ukrainian carrier Antonov – photo: Peter Bakema / Wikipedia / CC licence

Russia’s invasion of Ukraine endangers NATO’s Strategic International Airlift Solution (SALIS) for oversized cargo. SALIS is based on the charter of AN-124, AN-22, AN-225 and IL-76 cargo planes of the Antonov company – part of Ukraine’s state owned armament corporation Ukroboronporm. Weiterlesen

Bundeswehr Artillerie: Regimenter kommen – Kooperation mit Frankreich auf Eis

Panzerhaubitze 2000

Panzerhaubitzen 2000 des Artilleriebataillons 131 aus Weiden schießen im Rahmen der multinationalen Übung Iron Sword 2016 in Litauen – Foto: Bundeswehr/Jane Schmidt – Medienfreigabe

Ein zentrales Rüstvorhaben der Bundeswehr, das noch aussteht, ist die Ertüchtigung der Artillerie zur Landes- und Bündnisverteidigung bis 2032. Die aktuelle Planung laut einer Sprecherin des Verteidigungsministeriums auf Anfrage des Autors: „Von derzeit vier vorhandenen Bataillonen, soll die Artillerietruppe auf drei Artillerieregimenter sowie ein zusätzliches Artilleriebataillon aufwachsen, teilweise ist eine Beschaffung von zusätzlichen Waffensystemen geplant.“

Mit Blick auf den NATO-Anspruch, die Divisions- u. Korpsebene stärken zu wollen, hieße das wohl in der Ableitung, dass jede der drei Heeresdivisionen ein eigenes Regiment erhält. Bis dato verteilen sich drei der bestehenden Artilleriebataillone als Divisionstruppen auf beide Panzerdivisionen; das vierte ist in die Deutsch-Französische Brigade integriert. Das geplante weitere Bataillon wird dann für die Korpsebene vorgesehen sein. Wie viel weitere Bataillone für die Regimenter aufgebaut werden, ist noch ungewiss. Doch der Aufwuchsbedarf von den vier existierenden Verbänden ist immens. Die Ursprungsplanung zur Ertüchtigung des indirekten Feuers der drei Felddivisionen, das  „Bühler-Papier“ von 2017, sah 14 Bataillone vor. Da die Ebene Brigade-Artillerie in der Rückmeldung des Wehrressorts nicht gesondert erwähnt wird, ist davon auszugehen, dass die Regimenter beim Einsatz die Masse ihrer Bataillone in die Brigaden ihrer Division einbringen (Brigade-Artillerie-Gruppe/BAG).

Mit einer Drei-Ebenen-Artillerie, dürfte eine Abkehr von den bisherigen gemischten Artilleriebataillonen einhergehen (Panzerhaubitze 2000 & Raketenwerfer MARS). Die Korpsebene wird fokussiert Werfer erhalten, die Brigade-Artillerie-Gruppen die Haubitzen, die Regimenter bevorzugt eine geplante Rad-Artillerie. Fraglich ist, ob der Wehretat der kommenden Jahre die Investitionen für diesen umfangreichen Aufbau hergibt. Auch das Personal zu generieren wird anspruchsvoll. Laut der Bundeswehr hat die Artillerietruppe zurzeit nur rund 5.000 Dienstposten. Statt dem vorgesehenen Aufwuchs auf 200.000 Soldatinnen und Soldaten, stagniert die Personalstärke seit Jahren bei um die 180.000. Weiterlesen