AKK zur Marine: Schwerpunkträume und erstmal keine Schiffe für EU Libyen-Mission

Die Korvette Erfurt bei der "Missile Firing Exercise" 2019 in der Ostsee - erster Schwerpunktraum der Deutschen Marine

Die Korvette Erfurt bei der „Missile Firing Exercise“ 2019 in der Ostsee – erster Schwerpunktraum der Deutschen Marine – Foto: ©Bundeswehr/Marcel Kroencke

Die Berichterstattung zur Bundeswehr steht ganz im Bann der Corona-Pandemie. Aus zwei Gründen erwähnenswert ist die Rede* von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) beim Parlamentarischen Frühstück der Deutschen Maritimen Akademie in Berlin.

Erstens wegen Libyen. Hier macht AKK klar, das von den EU-Staaten vereinbarte Waffenembargo für Libyen wird ohne deutsche Marine-Beteiligung starten. „Zumindest in der ersten Phase werden wir dort keine Schiffe und Boote hinschicken“, so die Ministerin. Dazu müssten bestehende Einsatzverpflichtungen angegriffen werden, weshalb „erst Klarheit über die politische Lösung dort bestehen muss.“ Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte die Grundsatzentscheidung für eine maritime EU-Militärmission zur Überwachung eines Waffenembargos Mitte Februar als politischen Erfolg verkündet. Weiterlesen

Corona-Pandemie: Die Probleme der Marine

Zurzeit ist von fünf Marine-Angehörigen bekannt, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sind, so ein Sprecher der Teilstreitkraft. Bis jetzt hat die Marine noch die Ambition, trotz der Corona-Pandemie, alle Einsatzverpflichtungen aufrecht zu erhalten – von Einsätzen sowie einsatzgleichen Verpflichtungen, über NATO Verbände bis zu Übungen und Manövern. Die Führungsfähigkeit soll gesichert werden, indem Dienststellen-Personal auf Abruf ins Homeoffice geschickt wird – quasi in eine Präventivquarantäne. So will die Marine Reserven für ihre Stäbe haben, sollten dort Corona-Fälle auftreten.

Fregatte Hamburg

Die Fregatte Hamburg soll im Mai zu einer Mission in den Indischen Ozean aufbrechen – Foto: U.S. Navy / Wikipedia

Das große Problem für die Marine wird es sein, die Einsatzfähigkeit in der Corona-Pandemie langfristig zu erhalten. Eine Ausdünnung wie bei den Stäben ist bei den „Truppe“ – den Mannschaften der Seeeinheiten – nicht möglich, ohne dass die Einsatzfähigkeit dahin wäre. Hier bleiben der Marine nur die gängigen Eindämmungsmaßnahmen wie durch verstärkte Hygiene und das auch nur eingeschränkt. Ein Arbeiten auf Distanz ist auf Kriegsschiffen und Co. nicht machbar. Weiterlesen

RAF & Luftwaffe: joint air policing in the Baltics this summer

Eurofighters of the German Luftwaffe will join the Royal Air Force squadron for NATO air policing in the Baltics during July this year according to the German Air Operations Command (AOC) in Kalkar. The plan is to conduct joint Quick Reaction Alert (QRA) flights from the Šiauliai base in Lithuania. In reverse Eurofighters of the RAF should be integrated for some time in the German contingent for air policing between September 2020 and May 2021. „The extent of the parcticipation has still to be detailed“ a spokesperson of the AOC told the author. 

Eurofighters aka Typhoons of the Royal Air Force at Šiauliai, Lithuania
Eurofighters Typhoons of the Royal Air Force at Šiauliai, Lithuania – foto: Royal Air Force

This statement leads to the huge hurdels for a proper jointness between RAF and Luftwaffe for Eurofighter operations. One crucial factor: The development gap between both Eurofighter fleets. The armament concept of the RAF jets is much more advanced than those of the German Air Force. For example Royal Air Force Eurofighters has been launched with the Meteor missle operationally for the first time during a Quick Reaction Alert mission in December 2018. A step the Germans are faraway from. Also the partners are using different IT-systems. Until now a mutual service routine on the jets is impossible. One important advance would be the working out of a consolidated „NATO log book“ for the jets. To redress this problems Luftwaffe and Royal Air Force started the Eurofighter Interoperability Enhancement Programm in late 2018. The latest step on it was a twinning agreement between the RAF Eurofighter squadron at Coningsby and Taktisches Luftwaffengeschwader 73 “Steinhoff‘ in 2019. Both squadrons are mainly responsive for the Eurofighter training within the respective air force. The agreement should ramp up the interchange of pilots and technicians to streamline British and German Eurofighter fleet operation.