Es gibt sie doch – gut gemachte Werbung für Streitkräfte

Für den Soldaten-Beruf zu werben, fällt schwer im post-heroischen Zeitalter – zu viel
Pathos kommt peinlich; Krieg und Tod wegzulassen wirkt beschönigend. Zwischen
beiden No-Gos liegt die Todeszone für Militärkampas mit klarer Botschaft und
Aussagekraft – der kleinste gemeinsame Nenner in der Gesellschaft darüber, was ein
„guter“ Soldat ist. Die Bundeswehr steckt seit Jahren in dieser Falle und legt eine tröge „Wir sind die netten Fluthelfer“ Kampagne nach der anderen auf. Wie man intelligent und pfiffig für den Soldaten-Beruf werben kann, zeigen die Schweden; finde ich zumindest. Wie ist eure Meinung? 

Apropos: Das Kampagnen-Video der Schweden lief schon 2012; vor dem Hintergrund, dass die Bundeswehr gerade eine Kommunikationsagentur für ihr Campaigning sucht, finde ich den Clip als Best-Practice-Beispiel trotzdem erwähnenswert.

Arktis – Russland setzt auf militärische Präsenz

 

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Kriegsschiffe der Nordflotte – wichtigster Pfeiler russischer Militärpräsenz in der Arktis

 

Russland wird in der Arktis militärisch immer präsenter. Erst vor wenigen Tagen ließ Putin 38.000 Soldaten zu Manövern im hohen Norden antreten.

Was treibt den Kreml zu dieser Show of Force im ewigen Eis?

In den Medien hierzulande wird meistens kolportiert: der Zugriff auf neue Rohstoffe; der aber spielt nur eine untergeordnete Rolle für den Kreml. Weit wichtiger sind für Russland andere Interessen.Welche das sind, erläutert mein Beitrag für NDR-Info, heute Abend um 19.20 Uhr. Hier der Teaser zur Sendung.

Wer will für 3.570 Euro sein Leben riskieren?

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Ein Teil der OSZE-„Kundschaft“: Diese ukrainischen Soldaten zeigen sich siegesgewiss

Die OSZE rekrutiert seit heute 500 neue Beobachter für die Ukraine. Der Job: zu überwachen, wie die labile Waffenruhe von Minsk II zwischen Ukrainern und Separatisten hält. Die Konditionen laut dem Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF):

  • 3.570 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat, gezahlt vom Auswärtigen Amt
  • 155 Euro Tagessatz der OSZE, die so genannte Board and Lodging Allowance (Diese gilt in dieser Höhe allerdings nur, wenn der Beobachter direkt in den Hexenkesseln von Lugansk und Donezk arbeitet; für Tage außerhalb der direkten Gefahrenzone gibt es nur einen Tagessatz von 125 Euro)

Zum Bewerber-Profil: Kenntnisse des Russischen / Ukrainischen sind von Vorteil aber kein Muss. Dafür aber das hier: „Führerschein der Klasse B oder C sowie mehrjährige Fahrpraxis in Fahrzeugen mit Schaltgetriebe“. Wer Interesse hat, hier geht es zur Ausschreibung