Einen Tag vor Weihnachten hat die Bundeswehr noch die Ausschreibung für ihren kommenden „Open Skies“-Flieger auf Bund.de platziert. Gefordert wird ein gebrauchter Airbus A319CJ plus Überwachungstechnik für die Flüge im Rahmen des Rüstungskontrollvertrages Open Skies, zu deutsch „Vertrag über den Offenen Himmel“. Für seine Überwachungsflüge im Rahmen des Vertrages mietet Deutschland bis jetzt Flugzeuge.

Ein A319 der Flugbereitschaft. Noch einen Flieger dieses Typs will die Bundeswehr für „Open Skies“ – Foto: Aldo Bidini / CC-Lizenz / Wikipedia
Kurz zu Open Skies:
Die Idee hinter Open Skies ist Konfliktprävention durch Vertrauensbildung. Wer das Kriegsgerät des anderen über Überwachungsflüge stetig im Blick hat, fühlt sich sicherer in seiner militär-politischen Kalkulation. Die Gefahr von Rüstungsspiralen und Krieg soll so sinken. Das Besondere am Open Skies-Verfahren ist die totale Transparenz: Es gelten Standards für die Überwachungstechnik der Flieger. Diese ist von allen Vertragsstaaten zertifiziert und wird laufend kontrolliert. Fliegen die Russischen Streitkräfte beispielsweise über Deutschland, sind stets Bundeswehr-Offiziere dabei. Der Vertrag wurde auf Initiative der Amerikaner 1992 zwischen NATO Ländern und Ex-Warschauer Pakt Staaten geschlossen. Zurzeit sind 34 Staaten Mitglieder, unter anderem Deutschland, Russland, Polen und die Türkei. Von den 34 Mitgliedern betreiben allerdings nur zehn Staaten eigene Flieger. Viele Flüge laufen über Kooperation oder Vermietung. Ansonsten werden Flugbilder einfach von interessierten Staaten angekauft. Weiterlesen







