The Territorial Defense Force – Poland’s militia for anti-hybrid warfare

The beginning of 2017 marks the official implementation of Poland’s so called „Territorial Defense Force“ (TDF) – some kind of militia which the special purpose to enhance Poland’s defense against the scenario of a „hybrid invasion“ from Russia. The new militia should also help to handle catastrophes like floodings or support the police during anti-terror-measures. Until 2019 the TDF should consits of 53.000 militiamen. That’s more than half the strength of Poland’s armed forces which have slightly more than 100.000 personel. The new militia would be larger than Polands army which has 48.732 professional soldiers in its ranks. 

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Polands defense minister Antoni Macierewicz inspecting a TDF unit during the opening of an information center for the militia at Bialystok – Photo: Robert Siemaszko / MoD Poland

The plan is to organize the TDF in 17 brigades. Every voivodeship (some kind of province) gets its own brigade. Those with the capital Warsaw two.The mass of TDF troops are volunteers, serving on the basis of six-year-treaties – Polish women and men who are willing to spend their free time beside work in the new national guard. The monthly allowance is 120 Euros for two days call-on-duty service every four weeks and the willingness to participate in snap exercises. Only the TDF leadership posts, about ten percent of the troop strength, are provided for professional soldiers.

The „magnificient twelve“

The military value of the TDF should come from its grassroots organization into twelve men troops of light infantry.The „Swiss tool“ concept of this units: They collect six military  capabilities (medic, pioneer, shooter, sniper, scout, radio man). Beside the commandant and its deputy as well as scout and sniper, every capability is double assigneed with a experienced militia soldier and a novice, so the planning. That should make the units sustainable and lighten the training with the idea of rookies learning from veterans. Weiterlesen

Scharnhorst würde Norwegens heutiges Militär lieben

Norwegens Streitkräfte sind führend, wenn es darum geht, Konzepte für die größte Herausforderung westlicher Streitkräfte zu entwickeln: Wie sichere ich mir, trotz einer überalternden Gesellschaft, eine substanzielle Wehrkraft, indem ich meine Humanressourcen optimal ausschöpfe. So haben die Skandinavier mit der „Jegertroopen“, die erste nur aus Frauen bestehende Militär-Spezialeinheit weltweit aufgebaut. Gerade läuft das Expermiment mit der ersten echten Gender-Einheit in den Streitkräften. Ein Flugabwehrbataillon wurde konsequent nach einem 50 / 50 Proporz Männlein / Weiblein aufgestellt. Unter anderem übernehmen beide Geschlechter die gleichen Aufgaben ohne die geringsten Einschränkungen und teilen sich auch die Schlafräume. Das Ziel ist es zu testen, inwieweit es gelingt, die Geschlechter-Stereotype aus der Denke verschwinden zu lassen. Mehr dazu im gerade erschienenen Beitrag „Norway’s Radical Military Experiment“ von Eslisabeth Braw in der FOREIGN AFFAIRS. Mein Lesetipp zum Wochenende.

Forsvaret skal opprette en egen kvinnelig spesialstyrke med egne opptakskrav.  2000 personer er invitert til å kjempe om plassene.

Soldatin der „Jegertroppen“ – Foto: Vegard Breie / Streitkräfte Norwegens / Medienfreigabe

 

„Maritime Agenda 2025“ – Sicherheitspolitik als Exportförderung

Die Bundesregierung hat eine „Maritime Agenda 2025“ verabschiedet. Sicherheitspolitisch ist sie einseitig. Deutschlands Interessen in diesem Bereich werden nur als Exportförderpolitik für die maritime Wehrindustrie formuliert. 

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Die Bundesregierung will besonders den Export von U-Booten fördern – Foto: Karle Horn / Wikipedia / CC-Lizenz

Das Strategiepapier betont, dass Exporterfolge entscheidend seien, für den Erhalt einer wehrtechnischen Marine-Industrie in Deutschland. Vor allem der Verkauf von U-Booten soll gefördert werden. Das möchte die Regierung ausdrücklich mit „politischer Flankierung“ (eigener Absatz in der Agenda) erreichen. Beispielsweise sollen hochrangige Regierungsvertreter die Leitmessen der Branche besuchen. Auch will die Bundesregierung bei Regierungskonsultationen für maritime Rüstungsgüter made in Germany werben. Auf der anderen Seite heißt es, dass Einheiten der Deutschen Marine künftig verstärkt über Programme mit den EU-Partnern und internationale Kooperationen angeschafft werden sollen. Dass würde allerdings Abstriche bei der Auslastung der eigenen Schiffsbauindustrie bedeuten.

Deutschland will sich zudem auf EU-Ebene dafür einsetzen, Exportrichtlinien und Vergaberecht zu harmonisieren. Davon profitieren sollen vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen der wehrtechnischen Marine-Industrie in Deutschland. Daneben ist ein spezielles Förderprogramm für die Verteidigungsindustrie vorgesehen, um jene zu animieren, verstärkt „zivile Sicherheitstechnologien“ zu entwickeln. Auch wenn das Agenda-Papier das nicht ausdrücklich erwähnt, geht es hier offensichtlich darum, die Wehrindustrie über Diversifizierung krisenfester zu machen. Eine Sideinfo: Die Bundesregierung möchte auch Deutschlands Rohstoffabbau auf hoher See voranbringen. Für zwei Seegebiete im so genannten „Mangangürtel“ im Pazifik (Clarion-Clipper-Zone), besitzt die Bundesrepublik seit 2006 eine Forschungslizenz von den Vereinten Nationen. Nun sollen, wiederum mit „politischer Flankierung“, erste Abbautests stattfinden.

Die gesamte „Maritime Agenda 2025“ hier.