German armed forces open part of new training city for urban warfare

According to the German armed forces (Bundeswehr) their upcoming training area for urban warfare „Schnöggersburg“ in Saxony-Anhalt will be the largest in Europe. Now its core part, designed as an „old quarter“ within the whole concept has been inaugurated.

Benediction of the new training city for urban warfare.

Blessing of the new training city for urban warfare – photo: Björn Müller (all rights reserved)

Schnöggersburg is been build since 2012, should be finished till the end of 2020. By then it will be consist of more than 500 buildings streched over 6,25 square kilometers. The so called „urban agglomeration“ as the Bundeswehr labeled its training ground, has a whole city infrastructure – e. g. a canalisation, an underground line, a train station, an industrial park, as well as a sport stadion, slums, residential areas and a high-rise district. The German MoD invests 140 million Euros into the project. According to lieutnant-general Frank Leidenberger, head of the land forces innovation-department, the last decade shows the clear trend, that „warfare moves from the field to the cities.“ Therefore Schnöggersburg should give the German armed forces a surpreme training ground for state of the art operations in urban scenarios. Leidenberger says also that the Bundeswehr considers its new hugh training city as a strategic ressource to push the framework nation concept with partner armies. 

Some pics from the inauguration day:

Der Widerspruch in Frankreichs neuer Sicherheitsstrategie

Frankreich hat in einer „Revue Stratégique“ seine Sicherheitspolitik an die Änderungen seit 2013 angepasst, als das letzte Weißbuch zum Thema erschien. Als wertigsten Aufschlag des Werks sehen Experten die starke Betonung von multilateralen Kooperationen, wie die l’Initiative européenne d’intervention (IEI). 

Bei der Lektüre der Revue zeigt sich aber, dass der Betonung sicherheitspolitischer Kooperation, doch wieder das klassische Paradigma von Frankreich als autonomer Militärmacht vorgelagert ist. Siehe Seite 54: „Pour la France, l’autonomie stratégique repose sur un socle politique et comprend deux piliers : un haut degré d’autonomie industrielle et technologique d’une part, et les moyens d’une autonomie opérationnelle d’autre part.“ So fällt mit Blick auf das geplante Großprojekt deutsch-französischer Kampfjet auf: Zahlreiche dafür wichtige Bereiche wie Sensorik, Luft-Luft-Flugkörper oder Führungssysteme klassifiziert die Revue als „souveräne“ Entwicklungsfelder (siehe Seite 69). Dieselben Felder benannte auch die Bundesregierung als „nationale Schlüsseltechnologien“ in ihrem „Strategiepapier zur Stärkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland“ von 2015 (siehe Seite 4). 

Volltext „La Revue Stratégique“

Volltext „Strategiepapier der Bundesregierung zur Stärkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland“

Wie die Bundeswehr den Landkrieg der Zukunft gewinnen will

Irgendwo im Baltikum 2026 – Im Tiefflug jagen Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr über die Landschaft und attackieren russische Panzerverbände, um deren Vorstoß zu verzögern. Wenige Kilometer hinter dem Kampfgeschehen surren Drohnen der Bundeswehr-Pioniere über eine Ebene und platzieren Anti-Panzerminen.

Diese Szenen stammen aus keinem Roman, sondern aus dem Bundeswehr-Thesenpapier „Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?“. Es umreißt aus militärfachlicher Sicht, wie das deutsche Heer ausgerüstet sein müsste und kämpfen sollte, um ab 2026 in Landkriegen gegen einen „gleichwertigen Gegner“ zu siegen. Auch wenn Russland nicht namentlich als Kontrahent genannt wird, sind dessen militärischen Fähigkeiten („der Gegner verfügt über ein engmaschiges Netz weitreichender Luftverteidigungssysteme mit der Reichweite 400 Kilomter plus“) offensichtlicher Bezugspunkt der Bewaffnungs- und Operationskonzepte in „Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?“.

Cover von "Thesenpapier - Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?"

Cover Bundeswehr Thesenpapier „Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?“

Verfasst wurde die Analyse von einem nicht näher benannten Autorenteam aus dem Heereskommando unter Leitung von Generalleutnant Frank Leidenberger. Jenem untersteht als Kommandeur der militärischen Grundorganisation auch das Amt für Heeresentwicklung, das für die militärische Innovation bei Deutschlands Landstreitkräften zuständig ist. Weiterlesen