Mit der Strategic Airlift Interim Solution, kurz SALIS, betreiben europäische Länder militärischen Lufttransport über ein Privatunternehmen; organisiert über die Support and Procurement Agency der NATO (NSPA). SALIS ist essenziell für den Lufttransport der westlichen Militärmächte. Die Bundeswehr gibt an, dass 70 Prozent ihres Luftcargos über zivile Auftragnehmer läuft, davon die Hälfte über SALIS. Bis Ende 2016 sind das russische Unternehmen Wolga Dnepr und Antonow aus der Ukraine in einem Joint Venture die SALIS-Partner. Wegen des Ukraine-Konflikts kämpfen beide Unternehmen inzwischen als Konkurrenten um den Folgeauftrag. Die entsprechenden Angebote beider Unternehmen hat die NSPA nun abgelehnt.

Selbst die USA nutzen russische An-124. Hier beim Beladen mit Rettungshubschraubern für Afghanistan – Foto: U.S. Air Force / Wikipedia / gemeinfrei
Antonow war der NATO-Agentur zu teuer; das Manko der Offerte von Wolga Dnepr: keine verlässliche Einsatzfähigkeit durch mögliche Überflugverbote, beispielsweise in der Türkei und Georgien. SALIS soll jetzt auf Wolga Dnepr und Antonow gesplittet werden, also ab 2017 über zwei separate Verträge laufen. Zuvor war der Versuch der SALIS-Nationen gescheitert, beide Unternehmen zu einem erneuten Joint-Venture zu bewegen. Diesen Sachstand ergeben Informationen aus dem Bundesverteidigungsministerium, die dem Autor vorliegen. Bis Ende August sollen Antonow und Wolga Dnepr Angebote für die „Zwei-Verträge-Variante“ einreichen. Weiterlesen







