Mehr Eisbrecher für Russlands Militär

Die russische Nordflotte soll vier weitere Eisbrecher für die Arktis erhalten. Laut dem gewöhnlich bestens informierten Blog Barents Observer, hat der Bau des ersten Eisbrechers bereits begonnen; seit dem 23. April entsteht die „Ilya Muromets“ in der Werft von Sankt Petersburg und soll 2017 vom Stapel laufen.

Three_icebreakers_--_Yamal,_St_Laurent,_Polar_Sea (1)

Russische Eisbrecherflotte nahe dem Nordpol – ganz vorne die „Yamal“

Die Aufgaben der „Ilya Muromets“ laut russischem Verteidigungsministerium (aus dem Russischen übersetzt vom Barents Observer):

Ilya Muromets will participate in operations on deployment of naval forces and towing of vessels. The 84 meters long, 20 meters wide vessel will be equipped with Azipod propellers and have a cruising capacity of 60 days.

 

Wann die anderen drei Einheiten aufgelegt werden und vom Stapel laufen sollen, ist der Meldung im Barents Observer nicht zu entnehmen.

Zum Hintergrund: Russland hat von allen Arktisanrainern bereits die weitaus größte Eisbrecherflotte, nämlich über 20 Stück. Die meisten allerdings bis dato für die zivile Nutzung; Details gibt es in diesem SIPRI-Report zum Thema. Zum Vergleich: Bei den USA, dem geopolitischen Hauptkonkurrenten Russlands, verfügt lediglich die Küstenwache über drei Eisbrecher, die in der Arktis operieren können. Die US-Navy experimentiere bis 2011 mit der „MV Sustina“, einem Landungsschiff für arktische Bedingungen. Inzwischen gehört die Sustina den zivilen Behörden Alaskas. Die haben aber keine rechte Freude an dem Kahn, und würden ihn am liebsten wieder los werden

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