#Bundeswehr bei Anti-Terror-Übung „Flintlock 17″ in Afrika

In wenigen Tagen beginnt eine großangelegte Anti-Terror-Übung in Afrika unter dem etwas seltsamen Namen „Steinschlossgewehr 17″ (Englisch: Flintlock 17).  Auch Spezialkräfte der Bundeswehr nehmen daran teil. Welche das sind, möchte das Verteidigungsministerium auf Anfrage nicht kommunizieren. Kern der Übung ist es, militärische Spezialkräfte afrikanischer Länder im Anti-Terror-Kampf zu ertüchtigen (Mehr dazu hier). Leadnation der Übungsreihe sind die USA; Organisator ist das Africa Command mit Sitz in Stuttgart. Das Szenario ist ziemlich üppig. Geübt wird über drei Wochen in sieben Länder mit mehr als 2.000 Soldaten. Westliche Länder sind zahlreich vertreten; neben Deutschland partizipieren unter anderem auch Frankreich, Kanada oder auch Österreich an dem Anti-Terror-Training, dass es seit 2005 gibt.

Video: Finnlands neue Truppengattung beginnt Training

Finnlands neue Heeres-Truppengattung, die „Readiness Force“, hat mit dem Training begonnen (siehe Video). Deren Einheiten leichter Infanterie sollen vor allem „hybride Invasionen“ Russlands niederkämpfen können. Zu dem Konzept der Readiness Force ist noch wenig bekannt. Sie besteht aus für zwölf Monate eingezogenen Wehrpflichtigen, die ein intensiviertes Kampftraining erhalten. Folgt man dem Video, werden die Soldaten auch für Zugriffsoperationen ausgebildet und sollen wohl helfen, Terroristen in urbanen Räumen zu bekämpfen. Abzeichen der neuen Truppengattung ist ein von Flammen-Schwingen gerahmter Pfeil. Neben Polen und den baltischen Staaten, ist Finnland damit bereits das fünfte Land, das spezielle Kampfverbände für die hybride Kriegsführung aufstellt.

Litauisch-Polnisch-Ukrainische-Brigade meldet sich „Combat Ready“

Die trinationale Einsatzbrigade von Polen, Litauen und der Ukraine hat sich gefechtsbereit gemeldet. Laut offiziellem Statut ist der Verband für Krisenbewältigungseinsätze unter Mandat der Vereinten Nationen vorgesehen. Das Heranführen der Ukraine an NATO-Strukturen ist aber das wahre politische Kalkül hinter der LitPolUkrBrig. Antreiber und Haupttruppensteller des Projekts ist Polen. Das Hauptquartier des neuen Verbandes liegt im polnischen Lublin. Die Litauisch-Polnisch-Ukrainische-Brigade ist kein stehender Verband; die Einheiten der beteiligten Nationen bleiben in ihren Heimatstandorten, sind der LitPolUkrBrig lediglich eingegliedert. Deren Kern bilden drei Kampfeinheiten: das 5. Gebirgsschützen Battailon der polnischen Armee, das Ulanen-Bataillon „Großherzogin Biruté“ (mechnisierte Infanterie) der Streitkräfte Litauens sowie ein Bataillon der 80. Luftlandebrigade der ukrainischen Armee. Weitere Einheiten sind solche für Pionier-, Logistik- und Feuerunterstützung. Mehr zu dem neuen Verband in diesem Beitrag auf pivotarea: „Litauisch-Polnisch-Ukrainische-Brigade: Ein gefährliches Manöver in der Sicherheitspolitik?“

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Teil der LitPolUkrBrig: das 5. Bataillon der 21. Gebirgsschützen-Brigade der Armee Polens – Foto: Halibutt / Wikipedia / CC-Lizenz